Was macht eine Fachfirma für Marderabwehr?
Marderabwehr hält Steinmarder mit baulichen Massnahmen und Vergrämung aus Dach, Estrich und Motorraum fern; fangen oder töten dürfen den nach eidgenössischem Jagdgesetz jagdbaren Marder nur jagdberechtigte Personen.
Der Steinmarder lebt seit Jahrzehnten vermehrt in Dörfern und Städten. Als nachtaktiver Allesfresser jagt er vor allem Mäuse und Ratten und fällt meist kaum auf. Zum Konflikt kommt es, wenn er sich im Dach einnistet – mit Poltern in der Nacht, Kot, Urin und Beuteresten, deren Geruch bis in die Wohnräume dringen kann – oder wenn er im Motorraum von Autos Kabel und Schläuche anbeisst. Eine Öffnung von 3 bis 5 Zentimetern genügt ihm zum Durchschlüpfen, und er kann bis zu zwei Meter weit springen.
Rechtlich ist der Marder ein Wildtier. Das eidgenössische Jagdgesetz zählt ihn zu den jagdbaren Arten; fangen oder töten dürfen ihn nur jagdberechtigte Personen. In der Schonzeit, die gemäss Stadt Zürich und Kanton Basel-Landschaft vom 16. Februar bis 31. August dauert, ziehen Marder ihre Jungen auf. Wer in dieser Zeit Dachöffnungen verschliesst, riskiert, Jungtiere einzusperren. Ein Fang ist ohnehin selten sinnvoll, weil ein Artgenosse das frei gewordene Revier meist rasch übernimmt.
Wirksam sind deshalb vor allem bauliche Massnahmen: Eine Fachperson klärt ab, wo der Marder aufs Dach klettert und eindringt, lässt Kletterhilfen wie überhängende Äste oder Kletterpflanzen entfernen und die Einschlupflöcher mit stabilem Drahtgitter verschliessen – ausserhalb der Schonzeit und erst, wenn kein Tier mehr drin ist. Vorher kann der Marder mit Licht, Lärm oder stark riechenden Stoffen vergrämt werden. Ultraschallgeräte und Anti-Marder-Sprays haben sich laut Stadt Zürich als unzuverlässig erwiesen.
Kosten und Abrechnung
Marderabwehr wird meist nach Aufwand oder als Pauschale pro Gebäude offeriert. Kostentreiber sind die Zahl der Einstiege, die Zugänglichkeit des Dachs (Hubretter, Gerüst), das Entfernen verschmutzter Dämmung und Reparaturen an Unterdach oder Isolation. Bei verwinkelten Dächern kann der Aufwand erheblich sein.