Was macht eine Fachfirma für Silber- und Papierfischchen?
Die Bekämpfung von Silber- und Papierfischchen beginnt mit der Bestimmung der Art und verbindet das Verschliessen von Verstecken, gezielt ausgebrachten Silikatstaub oder Insektizide und – beim Silberfischchen – das Senken der Luftfeuchtigkeit; bei grossflächigem Befall in mehreren Wohnungen empfiehlt die Stadt Zürich eine Fachfirma.
Das Silberfischchen (Lepisma saccharina) ist ein silbergraues, flügelloses Insekt von 7 bis 11 Millimetern Länge mit zwei Fühlern und drei Schwanzanhängen. Es ist nachtaktiv, versteckt sich tagsüber in Ritzen, hinter Sockelleisten und losen Tapeten und braucht Wärme und Feuchtigkeit – im Haus lebt es deshalb vor allem in Bad, Küche und Waschküche. Massenhaft vermehren kann es sich nur bei genügend hoher Luftfeuchtigkeit. Die Stadt Zürich wertet Silberfischchen in der Wohnung deshalb als Hinweis auf feuchte Stellen.
Das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) wird oft mit dem Silberfischchen verwechselt. Es wird 8 bis 15 Millimeter lang, ist eher bräunlich und trägt einen auffälligen Kranz gefiederter Borsten am Kopf; Fühler und Schwanzfäden sind deutlich länger als der Körper. In Europa ist die Art erst seit 1998 bekannt und lebt hier nur in Gebäuden. Anders als das Silberfischchen ist sie nicht auf hohe Feuchtigkeit angewiesen und entwickelt sich schon bei normalem Raumklima von 20 bis 26 °C und rund 50 Prozent Luftfeuchtigkeit – in Wohnungen ebenso wie in Büros, Archiven, Bibliotheken und Museen. In der Stadt Zürich nehmen die Meldungen stark zu; als mögliche Ursache nennt die Fachstelle Schädlingsprävention den Paketversand, weil Wellkarton und Füllmaterial aus Maismehl Versteck und Nahrung zugleich bieten.
Beide Arten fressen stärke- und zuckerhaltige Stoffe, Leim und Kleister. Sie können Bücher, Tapeten, Bilder und Dokumente beschädigen, der Frassverlust bei Lebensmitteln ist dagegen gering. Einzelne Tiere richten selten Schaden an. Bei punktuellem Auftreten genügen oft Selbsthilfe-Massnahmen: Fugen mit Acryl oder Silikon schliessen, in dunklen Winkeln staubsaugen, Vorräte dicht verpacken und Silikatstaub in trockene Ritzen streuen. Gegen Silberfischchen hilft vor allem, die Luftfeuchtigkeit zu senken. Bei Silberfischchen in Neubauten und bei grossflächigem Befall in mehreren Wohnungen empfiehlt die Stadt Zürich, eine Schädlingsbekämpfungsfirma beizuziehen.
Kosten und Abrechnung
Abgerechnet wird je nach Betrieb pauschal pro Wohnung oder nach Zeitaufwand, häufig mit einer Nachkontrolle. Kostentreiber sind die Zahl der betroffenen Räume und Wohnungen, die Zahl der Behandlungen und Arbeiten wie das Abdichten von Fugen. Welche Stundenansätze und Fahrpauschalen Fachfirmen veröffentlichen, zeigt unser Ratgeber «Was kostet ein Kammerjäger?».