Was macht eine Fachfirma für Holzschädlinge?
Die Bekämpfung von Holzschädlingen beseitigt einen aktiven Befall mit Holzwurm (Gewöhnlicher Nagekäfer) oder Hausbock in Möbeln und Holzkonstruktionen – durch Kälte, Wärme, Begasung oder Holzschutzmittel; tragende Bauteile gehören in die Hände einer Firma mit Fachbewilligung Holzschutz.
Der Holzwurm ist die Larve des Gewöhnlichen Nagekäfers und in der Schweiz der häufigste Schädling in alten Möbeln, Kunstwerken, Musikinstrumenten und Holzgegenständen. Die Larve lebt zwei bis drei Jahre, unter ungünstigen Bedingungen über zehn Jahre im Holz. Sichtbar wird ein Befall an kreisrunden, 1 bis 2 Millimeter grossen Ausfluglöchern und an herausrieselndem Holzmehl. Weil Holzmehl noch Jahre nach Ende eines Befalls rieseln kann, ist es allein kein sicheres Zeichen für einen aktiven Befall.
Der Holzwurm braucht eine Holzfeuchte von mindestens 10 bis 15 Prozent. In zentralbeheizten Räumen bleiben Möbel und Holzbauteile meist zu trocken; gefährdet sind kühle oder ungeheizte Gebäude wie Kirchen, Museen, Keller, Ställe und Dachkonstruktionen. Im Dachstock tritt zudem der Hausbock auf, der wichtigste Zerstörer von verbautem Nadelholz in Mitteleuropa. Seine Larven fressen drei bis zehn Jahre lang verborgen und lassen oft nur eine dünne Holzschicht stehen; bemerkt wird ein Befall häufig erst an den ovalen Ausschlupflöchern von etwa 4 mal 7 Millimetern.
Möbel und kleinere Gegenstände lassen sich durch Tiefkühlen, kontrolliertes Erhitzen auf rund 55 °C oder Begasung durch eine Spezialfirma behandeln. Bei grösserem Befall oder an tragenden Konstruktionen empfiehlt die Stadt Zürich die Begutachtung durch eine Firma mit Fachbewilligung Holzschutz. Begasen oder Erhitzen tötet die Larven, schützt das Holz aber nicht vor erneutem Befall; stark befallene oder faule Teile werden bei einer Sanierung ersetzt.
Kosten und Abrechnung
Möbel und Einzelstücke werden meist pro Objekt oder nach Volumen behandelt, Dachstöcke und Holzkonstruktionen nach Fläche und Aufwand. Kostentreiber sind die Zugänglichkeit, das Verfahren (Begasung und Wärmebehandlung ganzer Räume sind aufwendig) und der Ersatz befallener Bauteile, der oft den grössten Teil der Kosten ausmacht.