Was macht eine Fachfirma für Taubenabwehr?
Taubenabwehr verhindert mit Netzen, Spanndrähten und tierschutzgerechten Spikes, dass Stadttauben auf Simsen, Balkonen und in Dachnischen landen und nisten, und umfasst meist die Reinigung und Desinfektion von Taubenkot.
Wie viele Tauben an einem Ort leben, hängt vor allem von Nahrung und Nistplätzen ab. Wo sie gefüttert werden, vermehren sie sich rasch; ihr Kot verschmutzt Gebäude, schädigt Fassaden und kann Parasiten und Krankheitserreger verbreiten. In Basel ist das Füttern von Tauben verboten, und auch andere Städte rufen dazu auf, darauf zu verzichten. Taubenabwehr an Gebäuden ist Sache der Eigentümerschaft.
Dauerhaft wirken laut Merkblatt der Stadt Baden, das sich auf die Universität Basel und den Schweizer Tierschutz STS stützt, nur bauliche Massnahmen: Netze vor Nischen und Zugängen, Einschlupflöcher unter 10 Zentimetern, Simse schmaler als 6 Zentimeter oder mit mehr als 45 Grad Neigung, Spanndrähte und Spikes, die das Gefieder nicht durchstossen können. Ultraschall, Magnetsysteme, Kunststoffkrähen und Geruchsstoffe sind zumindest längerfristig wirkungslos. Netze und Drähte müssen professionell montiert und regelmässig kontrolliert werden.
Das Tierschutzgesetz verbietet, Tieren ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Der STS rät deshalb von spitzen Stacheln, Elektrosystemen mit starken Schlägen, nicht fachgerecht angebrachten Netzen sowie von Klebepasten, Gels und chemischen Nebeln ab. Vorsicht ist auch beim Verschliessen von Nischen geboten: Dort können geschützte Mauersegler oder Fledermäuse wohnen. In solchen Fällen ist vor dem Eingriff die zuständige Fachstelle beizuziehen.
Kosten und Abrechnung
Taubenabwehr wird nach Laufmetern oder Fläche des Abwehrsystems und dem Aufwand für Zugang und Montage offeriert. Kostentreiber sind die Höhe (Hubarbeitsbühne, Gerüst), das Material, die Reinigung grosser Kotmengen und die Entsorgung. Klären Sie, ob Wartung und Kontrolle im Preis enthalten sind.